Die Gemeinde
Neuhaus in der Wart liegt im Bezirk Oberwart, Südburgenland, auf einer Seehöhe von 330 Metern.
Es ist eine kroatische Gründung des 16. Jahrhunderts. Die ersten Siedler
dürften von Nikolaus Zrinyi zwischen 1557 und 1561 hierhergebracht worden sein.
Der Überlieferung
nach sollen sie von dem zwischen Kirchfidisch und Deutsch Schützen gelegenen, Erdödyschen Georgshof
gekommen sein. Sie nannten den Ort "Dobrava", woraus die Ungarn "Dobra" und
"Öridobra" machten. Der deutsche Name "Neuhaus" stammt von den späteren deutschen
Siedlern.
Ein Urbar aus dem Jahr 1688 nennt den zur Herrschaft Eberau und Rotenturm gehörigen Ort ebenfalls
"Dobrava". Im Jahr 1836 sprachen nur mehr einige alte Leute im Ort besser kroatisch als deutsch.
Einer Schulfassion vom Jahr 1852 zufolge bestand damals ein aus Holz gezimmertes Schulhaus.
1870 wurde es umgebaut.
Während des Krieges wurde Neuhaus fast zur Gänze zerstört. Der Wiederaufbau ging nur langsam voran
und so kam es, dass erst 1947 die erste Straße eröffnet wurde.
1950 wurde mit dem Stromnetzbau begonnen und am 2. Februar 1951 gab es erstmals elektrisches Licht in Neuhaus. Den
ersten Traktor kaufte sich die Fam. Weinhoffer im Jahre 1952 und den ersten PKW die Fam. Prosser im Jahr 1954.
Ebenfalls im Jahr 1954 wurde mit dem Bau der Wasserleitung begonnen, wobei jeder einzelne Einwohner einen gewissen
Anteil an Metern selber händisch graben musste.
1957 wurde Neuhaus an das öffentliche Busverkehrsnetz angeschlossen.
DIE GROSSGEMEINDE
Im Zuge der Umsetzung des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes wurden im Jahr 1971 die Gemeinden Mischendorf,
Kotezicken, Kleinbachselten, Großbachselten, Rohrbach a.d. Teich und Neuhaus i.d. Wart zur Großgemeinde
Mischendorf zusammengelegt.
Seit 1976 gibt es in Rohrbach a.d. Teich einen Kindergarten, den auch die Kinder aus Neuhaus i.d. Wart besuchen.
1979 wurde mit dem Bau des Gemeindehauses und eines Kindergartens in Mischendorf begonnen.
Im Sicherheitsbereich waren in den einzelnen Ortsteilen neue Feuerwehrhäuser zu errichten.
Die Großgemeinde Mischendorf ist im unteren Teichbachtal auf einer Seehöhe von 265m gelegen.
Vom Ort aus erstreckt sich das Tal flach nach Osten und geht in das Pinka- und Zickental über. Von der
Anlage her stellt Mischendorf ein Straßendorf mit unregelmäßiger Angerbildung dar. Die Gemeinde
ist im Teichenbachtal zu einem Mittelpunkt auf kirchlichem und verwaltungstechnischem Gebiet geworden. Leider
kam es, wie in vielen anderen Landgemeinden auch, im Laufe der letzten zwei Jahrzehnte zu einer verstärkten
Abwanderung in die Städte, und die Bevölkerungszahl der Großgemeinde stagniert. Dennoch
präsentiert sich Mischendorf mit seinen Ortsteilen heute als moderne, infrastrukturell voll erschlossene
Ortschaft, ruhig, abseits der großen Verkehrswege gelegen, in der das Leben buchstäblich noch
lebenswert erscheint.
KIRCHE in Neuhaus i.d. Wart
Nach der kanonischen Visitation 1760 wurde 1836 eine Kapelle erbaut und dem hl. Antonius geweiht, die man
später zur Kirche erweiterte. An einem nahen Turm hing eine Glocke.
Die Volkszählung im Jahr 2001 ergab folgende Ergebnisse:
| Ortsteil | HWS | NWS | Gesamt | 1991 HWS | Differenz |
|---|
| Mischendorf | 550 | 51 | 601 | 620 | -70 |
| Kotezicken | 330 | 34 | 364 | 395 | -65 |
| Kleinbachselten | 156 | 16 | 172 | 186 | -30 |
| Großbachselten | 156 | 11 | 167 | 160 | -4 |
| Rohrbach | 325 | 44 | 369 | 391 | -66 |
| Neuhaus | 243 | 33 | 276 | 265 | -22 |
| Großgemeinde gesamt | 1760 | 189 | 1949 | 2017 | -257 |
Die Bürgermeister seit 1921:
| Zeitraum | Name | aus |
|---|
| 1921 - 1927 | Mercsanits Johann | Neuhaus |
| 1927 - 1938 | Prosser Michael | Neuhaus |
| 1938 - 1945 | Mercsanits Johann | Neuhaus |
| 1945 - 1946 | Prosser Michael | Neuhaus |
| 1946 - 1948 | Baliko Adolf | Neuhaus |
| 1948 - 1950 | Popovics Ernst | Neuhaus |
| 1950 - 1954 | Obojkovics Ferdinand | Neuhaus |
| 1954 - 1958 | Taus Josef | Neuhaus |
| 1958 - 1967 | Obojkovics Ferdinand | Neuhaus |
| 1967 - 1971 | Obojkovics Rudolf | Neuhaus |
| 1971 - 1977 | Ignaz Halvax | Mischendorf |
| 1977 - 1997 | Rudolf Schendl | Mischendorf |
| seit 1997 | Johann Wagner | Mischendorf |
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